Im Gegensatz zur Vollkostenrechnung ermittelt die Deckungsbeitragsrechnung nicht die Selbstkosten eines Kostenträgers, sondern sie ordnet dem Kostenträger zunächst nur die variablen Kosten zu.

Werden von den Nettoerlösen die variablen Kosten abgezogen, dann ergibt sich der sogenannte Deckungsbeitrag.

   Umsatzerlöse
- variable Kosten
= Deckungsbeitrag

Der Deckungsbeitrag soll die Deckung der fixen Kosten ermöglichen und möglichst noch einen angemessenen Gewinn enthalten.

   Deckungsbeitrag
- fixe Kosten
= Betriebsergebnis (Gewinn bzw. Verlust)
Beispiel

Das Unternehmen verfügt bei der Produktion von Zimmertüren des Typs „Karwendel“ eine Kapazität von 700 Stück. Die variablen Kosten je Tür betragen 180,00 €, die fixen Kosten 21.000,00 €. Es werden 650 Türen produziert und zu 250,00 € je Stück verkauft. Wie hoch ist das Betriebsergebnis?

Berechnung des Betriebsergebnisses
   Nettoverkaufspreis/Stück 250,00€
- variable Kosten/Stück 180,00 €
= Deckungsbeitrag/Stück 70,00 €
   Deckungsbeitrag gesamt (650 Stück) 45.500,00€
- fixe Kosten 21.000,00 €
= Betriebsergebnis (Gewinn) 24.500,00 €
Kapazität und Auslastung

Kapazität ist die maximale Zahl an Produkten, die im Betrieb hergestellt werden können.

Die Auslastung gibt die Zahl der tatsächlich produzierten Güter an.

Setzt man die Auslastung ins Verhältnis zur Kapazität erhält man die Auslastung in Prozent bzw. den Beschäftigungsgrad.

Auslastung(%) bzw. Beschäftigunggrad  Auslastung · 100
Kapazität
Beispiel

In einem Betrieb können maximal 1.200 Stück produziert werden. Wie hoch ist der Beschäftigungsgrad bei einer Auslastung von 1.000 Stück?

Auslastung(%) bzw. Beschäftigunggrad  1.000 · 100 = 83,33 (%)
1.200